„Der Tag der Geburt ist das einzige Blind-Date, bei dem du sicher sein kannst, die Liebe deines Lebens kennenzulernen.“ Dass dieser Spruch zutrifft, hatte ich zwar immer geglaubt, aber dass die Geburt unseres Sohnes so wundervoll sein wird und ich tatsächlich die größte Liebe empfinden würde, hätte ich nicht zu träumen gewagt…
Ich hatte schon seit längerem immer mal wieder Senk- und Vorbereitungswehen, doch dann am Montag, den 05.01.2026 wurden die Wehen immer stärker und dann tatsächlich auch kontinuierlich. Um 23:00 Uhr riefen mein Mann und ich im Hebammenhaus an und als dann Celine Müller abnahm, freute ich mich schon sehr, da ich sie aus einem vorherigen Termin bereits kannte. (Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass ich mich über eine andere Hebamme, die ich bis dato nicht gekannt hätte, nicht gefreut hätte. Doch eine vertraute Stimme am Telefon zu haben, fühlte sich sehr gut an.)
Um 00:30 Uhr entschied ich dann, dass wir nach Villingen los fahren sollten, da wir ja auch ca. 50 Minuten unterwegs sein werden und ich mich kurz vorher einmal übergeben musste. Vorher gab mein Mann Celine durch einen kurzen Anruf Bescheid.
Vor der Haustüre brannte die Geburtskerze (…diesem Anblick sehnte ich bei jedem Termin im HH entgegen…) und Celine nahm uns draußen bei eisigen Temperaturen herzlich in Empfang. Sie hatte das „rote“ Zimmer bereits vorbereitet und als ich den Raum betrat, fühlte ich mich direkt wohl und geborgen. Die Atmosphäre stimmte und ich freute mich unglaublich darauf, meine erste Geburt genau hier zu erleben. Ich wünschte mir, in die Wanne zu gehen und so verbrachte ich ca. die nächsten fünf Stunden im Wasser.
Mein Mann fühlte sich ebenfalls wohl und wurde mit Getränken versorgt – durfte jedoch nicht von meiner Seite weichen… 🙂 Celine kam immer mal wieder dazu, um die Herztöne unseres Sohnes zu kontrollieren und setzte sich dann wieder an den Tisch im Nebenzimmer. Sie gab mir den Raum, den ich brauchte. Ich wusste, sie war da und wäre jederzeit in Sekundenschnelle an meiner Seite – aber sie ließ mich einfach mal machen so wie ich es mir – ohne es ihr gesagt zu haben – gewünscht hatte.
Nachdem gegen 06:30 Uhr meine Fruchtblase in der Wanne platze, wurde die liebe Marina dazu gerufen. Auch hier freute ich mich, da ich sie im allerletzten Termin kennengelernt hatte. Irgendwann riet mir Celine, dass ich eventuell doch aus dem Wasser raus sollte, um die Schwerkraft zu nutzen. Und tatsächlich wurde innerhalb der nächsten Minuten der Kopf unseres Sohnes geboren. Mithilfe meines Mannes, der mich stützte, und Celine, die den Kopf unseres Kindes festhielt, kniete ich mich vor das Bett und innerhalb weniger Presswehen kam Laurenz um 07:49 Uhr zur Welt. Es war der schönste Augenblick meines Lebens als er unter mir auf der Matte lag, ich ihn selbstständig zu mir nehmen durfte und ihm die ersten Küsse geben konnte. Mein ganzer Körper sprudelte vor Liebe und Glücksgefühlen – Ich hielt die Liebe meines Lebens in meinen Armen!
Ihr lieben Hebammen und Sekretärin des Hebammenhauses!
Jeder Termin vor der Geburt war so schön, erhöhte meine Vorfreude auf die Geburt und steigerte mein Selbstvertrauen immer mehr. Die Atmosphäre ist einfach toll und ich habe mich seit der ersten Sekunde an wohl gefühlt.
Celine und Marina, ihr wart unglaublich kompetent und einfach großartig! Danke, dass ihr an meiner Seite wart und die Geburt so schön begleitet habt!
Ich freue mich schon jetzt auf hoffentlich weitere Geburten bei euch und bin gespannt, welche Hebammen ich noch kennenlernen darf!